SRG SSR

RTR Radiotelevisiun Svizra Rumantscha

Qualitätsmanagement / interne Qualitätskontrolle

Qualitätsprüfung: Methode, Erkenntnisse, Massnahmen

Das 2016 lancierte RTR-Newsformat fürs Sommerprogramm «Sil punct» ging im Berichtsjahr in die zweite Runde. Aufgrund der Rückmeldungen und der Publikumsbefragung nach der Erstausgabe 2016 hat RTR das TV-Info-Kurzmagazin angepasst: Zum einen verlängerte man die Sendung um rund eine Minute (denn ihre Kürze war der Hauptkritikpunkt), zum anderen trainierte man die Moderatorinnen und Moderatoren und schulte die Redaktorinnen und Redaktoren bezüglich der Kurzberichterstattung in einem solchen Format.

Das Verhältnis zwischen den Programmverantwortlichen von RTR und dem Publikumsrat SRG.R ist konstruktiv und offen. So hat RTR dem Publikumsrat einige Sendungen, Formate und Beiträge zur Begutachtung vorgeschlagen. Der Publikumsrat traf selbst auch eine Auswahl und nahm schliesslich insgesamt zehn RTR-Angebote unter die Lupe: Die Berichterstattung über die Ski-WM in St. Moritz, die Berichterstattung über den Bergsturz in Bondo, die überregionale Rubrik «HelveCHia», die Hintergrundformate «Marella» und «Profil», «Sil punct», das Kinder-Infomagazin «Minisguard», die regionalen Nachrichten sowie Videokurzformate, die für rtr.ch produziert werden. Die Berichte des Publikumsrats werden jeweils in Anwesenheit der verantwortlichen Redaktionsleitung besprochen und fliessen dann in die in die entsprechenden Redaktionssitzungen ein.

Die Jugendredaktion «Battaporta» hat eine tiefgreifende Analyse ihrer Produktion vorgenommen. Daraufhin präzisierte die Redaktion die bestehenden Formate, erweiterte das Angebot um neue Formate, optimierte die Organisation der Redak-tion und passte die Produktionspläne an – dies im Hinblick auf die Verbreitung von «Battaporta» über Social Media.

RTR hat auch das Nachrichtenlangformat überarbeitet (sechs Minuten zur vollen Stunde um 6, 7, 8, 12, 17 und 18 Uhr). Dies mit dem Ziel, das Publikum pointierter zu informieren.

Aus- und Weiterbildung

Basierend auf Vorschlägen aus Mitarbeitergesprächen förderte RTR auch 2017 die fachliche und persönliche Entwicklung der 170 Mitarbeitenden (130 Vollzeitstellen). Dies mit praxisnahen Standardkursen sowie individuell abgestimmten Aus- und Weiterbildungen in Form von Trainings, Workshops und Coachings. Insgesamt ermöglichte RTR den Mitarbeitenden 79 Kursangebote an insgesamt 332 Tagen. 2017 wurden pro Vollzeitstelle rund 2,6 Kurstage besucht.

Im Rahmen der publizistischen Fachausbildung stand 2017 bei einem Grossteil der Redaktionen die massgeschneiderte Onlinevideo-Produktion im Mittelpunkt (Einführung und spezifische Anwendung von «Adobe Premiere»). Damit knüpfte RTR an die letztjährigen Weiterbildungsschwerpunkte «Web Publishing Software (CMS)» und «Filmen mit dem Smartphone» an und erhöhte dadurch wiederum den Grad der Professionalisierung. Zudem erhielten die Mitarbeitenden in Schulungen und Coachings individuelle Unterstützung – beispielsweise in der Stimm- und Sprachschulung, der Linguistik sowie in der Vermittlung und Vertiefung der Sprachkenntnisse in Rumantsch Grischun.

47 RTR-Mitarbeitende besuchten 2017 medienspezifische Grund- und Weiterbildungskurse bei SRF, MAZ oder RTR sowie bei externen Anbietern wie Fachhochschulen oder Höheren Fachschulen. Hinzu kamen die freiwilligen Besuche der monatlichen Infoveranstaltungen «Sur mezdi» zum Thema «Neue Medien» (im Schnitt 30 Teilnehmende pro Veranstaltung) sowie die Lern- und Betreuungsstunden (Tutorials) für neue Mitarbeitende, Stagiaires und Praktikanten. Die Berufsschultage von vier Lernenden (drei KV-Lernende und ein angehender Informatiker) sind ein weiterer wichtiger Ausbildungsbestandteil von potenziellen zukünftigen Arbeitskräften.

Zur Stärkung der Führungsfähigkeiten nahmen 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Führungsverantwortung am Workshop «Positiv Leadership» teil. Damit unterstreicht RTR die Bedeutung eines gemeinsamen Führungsverständnisses, das auch in den kommenden Jahren gefördert werden soll.

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