SRG SSR

RSI Radiotelevisione svizzera

Qualitätsmanagement / interne Qualitätskontrolle

Qualitätprüfung: Methode, Erkenntnisse, Massnahmen

Oberstes Ziel ist die Qualität des Programms. RSI prüft die Zielerreichung mit verschiedenen Instrumenten und Massnahmen. Sie begleiten jedes Programmangebot von der ersten Idee über die Umsetzung und Ausstrahlung bis hin zu allfälligen Korrekturen. Dieser anspruchsvolle Prozess wird laufend optimiert. Das Programm-Monitoring ist fester Bestandteil der Qualitätssicherung. Geprüft wird, ob ausgewählte Programminhalte mit dem SRG-Auftrag und den Vorgaben aus der Konzession übereinstimmen – und wie gut das Angebot beim Publikum ankommt. Auch 2017 standen wieder acht Programme auf dem Prüfstand. Insgesamt überzeugten Inhalt und Form. Die Expertengruppe, die sich aus internen und externen Fachleuten zusammensetzte, identifizierte jedoch auch kritische Punkte. Die Programmverantwortlichen reagierten mit Anpassungen, die bereits im Herbst umgesetzt waren. Nachfolgend einige Beispiele:

Fernsehen 

  • «Tempi moderni» auf RSI LA 1: Das Wirtschaftsmagazin gibt unterschiedlichen Meinungen und Standpunkten mehr Raum und bildet so die Welt der Wirtschaft noch umfassender ab. Auch die Rubrik «#selfiedomanda» hat Anpassungen erfahren.
  • «Paganini» auf RSI LA 1: Die wöchentliche Klassiksendung hat die Moderationsvorgaben neu definiert. Wichtigste Aufgabe ist es, die Zuschauerinnen und Zuschauer beim Hörerlebnis zu begleiten und ihr Musikverständnis und -wissen zu erweitern. Die Moderationen ausserhalb des Studios überzeugen. Die Auswahl der Orte und Geschichten erfolgt mit noch mehr Sorgfalt als bis anhin – Orte und Inhalte sind besser aufeinander abgestimmt.
  • «#celapossofare» auf RSI LA 2. Die Show fürs junge Publikum hat ihren Identitätswert gestärkt. Sie konzentriert sich neu ganz auf ihr titelgebendes Thema (das übersetzt «Ich packe das» bedeutet) und dekliniert Herausforderungen in allen Facetten, in den Interviews, im Kontakt mit den Gästen und in den Gags. Auch die Strategie für Social Media und Web allgemein wurde überarbeitet. Die Kommunikation ist effizienter, der Austausch mit dem Publikum intensiver.
  • «Studio Champions League» auf RSI LA 2. Die Berichterstattung über die Champions-League-Spiele bringt neue Elemente in der zweiten Hälfte der Sendung, was sie abwechslungsreicher und spannender macht. Geprüft wird, ob das Publikum in Zukunft über Social Media direkt einbezogen werden soll. 

Radio  

  • «Radiogiornale», 18.30 Uhr auf Rete Uno. Die Abendnachrichten wurde formal angepasst. Der kommunikative Stil bietet eine grössere Vielfalt an Formaten, und die Beiträge fokussieren stärker auf das Storytelling, die Sprache, die Synchronisierung und den Einsatz von Originalton.
  • «Finestra aperta», 17.00 Uhr auf Rete Due. Das tägliche Rendez-vous mit Hintergrundinformationen zur Kultur wurde strukturell angepasst. Es erhielt klarere Vorgaben zum Einsatz von Musik und der Gestaltung der Übergänge. Trotz wöchentlich wechselnder Moderation wirkt die Sendung dadurch homogener.
  • «Voci dipinte» auf Rete Due. Das Magazin, das sich mit visueller Kunst befasst, hat eine schlankere Struktur erhalten. Der Verzicht auf einzelne Rubriken lässt der Diskussion mehr Raum. Zudem ist die Sendung musikalisch kohärenter.
  • «Tutorial» auf Rete Uno. Auch bei der Unterhaltung am Vormittag wurde die Struktur optimiert. Die zwei Stunden Livesendungen sind homogener. Das Angebot am Freitag lehnt sich stärker an jenes von Montag bis Donnerstag an. 

Aus- und Weiterbildung

Drei Ausbildungsschwerpunkte prägten das Jahr 2017: erstens der neue «Accademia»-Zyklus, zweitens die Ausbildungen im Bereich Digitales und Social Media sowie drittens das Kompetenz-Mapping, mit dem beobachtet werden soll, wie sich die Berufe entwickeln. Anfang 2017 hat eine neue zweijähriger «Accademia»-Schulung begonnen: Im ersten Halbjahr erhielten die angehenden Videojournalistinnen, Moderatoren, Videomacherinnen und Multimedia-Operatoren eine crossmediale Ausbildung. Im zweiten Halbjahr lernten sie «on the job». Diese Form der Ausbildung ermöglichte es den Auszubildenden, sehr schnell auf ein gutes berufliches Niveau zu kommen, das 2018 weiter verbessert wird. Die technisch-publizistisch ausgerichteten Kurse im Bereich Digitales und Social Media unterstützten den Digitalisierungsprozess, der das ganze Unternehmen und alle Berufe betrifft. RSI erstellte Kompetenzprofile – in einem ersten Schritt nur für die Kadermitglieder. Ziel ist es, ein wirksames Instrument zur Verfügung zu haben, um das Weiterbildungsangebot genauer definieren zu können. 2018 wird das Kompetenz-Mapping auf das gesamte Personal ausgeweitet.

RSI hat im Berichtsjahr 216 interne Kurse von unterschiedlicher Dauer durchgeführt. Pro Person entspricht dies rund drei Ausbildungstagen. Fast 200 Personen haben zudem externe Kurse besucht.

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