Zahlen und Fakten zu den Löhnen

Was unsere Topkader, Kader und GAV-Mitarbeitenden verdienen

Die SRG informiert offen und transparent über ihre Lohnpolitik. Sie zeigt, wie sich die Löhne ihrer Topkader, Kader und Mitarbeitenden in den letzten Jahren entwickelt haben, und vergleicht sich dabei mit der Schweizer Gesamtwirtschaft und anderen Unternehmen.

Faire Löhne

Bei der SRG beträgt das durchschnittliche Jahresgehalt für alle Mitarbeiterkategorien 107 152 Franken pro Vollzeitstelle, dies bei einem Durchschnittsalter von 45,2 Jahren. Auf den ersten Blick erscheint dies als relativ viel.

Tatsache ist, dass der Personalaufwand in einem Medienhaus vergleichsweise hoch ist. So erfordern viele Berufsbilder in der SRG höhere Qualifikationen: 47 Prozent der Mitarbeitenden haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss, bei den journalistisch Tätigen sind es sogar 68 Prozent.

Ein zeitgemässes Lohnsystem

In der SRG gibt es rund 120 sogenannte Referenzfunktionen, welche die unternehmenstypischen Tätigkeiten abbilden. Jede Stelle ist einer Referenzfunktion zugeordnet. Je höher die ­Anforderungen an eine Funktion und damit ihre Bewertung ist, desto höher liegt der Maximallohn.

Das Lohnsystem bewertet die 120 SRG-Funktionen nach ­sieben Dimensionen: fachliche Anforderungen, Führung und Kommunikation, Schwierigkeitsgrad der Aufgaben, Verant­wortung, Handlungsspielraum, physische Belastung und ­Umgebungseinflüsse. Der Minimallohn einer Funktion liegt bei 75 Prozent des Maximallohns (=100 Prozent). Wo der Lohn ­einer Person festgelegt wird (zwischen 75 und 100 Prozent des Maximallohns), ist abhängig von den persönlichen und funk­tionsspezifischen Erfahrungen, von der individuellen Leistung sowie vom Marktwert.

Bei den Kadern kommt zusätzlich zum Funktionslohn noch eine variable Lohnkomponente hinzu; diese macht durchschnittlich 11 Prozent der Kaderlohnsumme aus. Der jährlich ausgeschüttete Betrag ist abhängig von der Zielerreichung.

Aufteilung der Lohnsumme 2017 nach Vertragskategorien

CHF 545 Mio.

2017 betrug die Lohnsumme der SRG 545 Millionen Franken. Die SRG verwendete davon rund vier Fünftel (448 Millionen Franken) für fest angestellte Mitarbeitende mit Gesamtarbeitsvertrag und rund ein Fünftel (98 Millionen Franken) für die Kader sowie für Mitarbeitende mit individuellem Arbeitsvertrag (IAV).

Verhältnis von tiefstem zu höchstem Lohn

1 zu 9,2

2017 betrug der tiefste SRG-Jahreslohn 57 300 Franken und der höchste 529 346 Franken (inklusive Leistungsanteil und Nebenleistungen). Das entspricht einem Verhältnis von 1 zu 9,2. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Verhältnis vom tiefsten zum höchsten Lohn um 1,1 Prozentpunkte kleiner geworden (Vorjahr 1 zu 10,3).

Vergütung Verwaltungsrat SRG 2008–2017 (Total Compensation: Honorar und Nebenleistungen)

CHF 153 000

Die Vergütung des Präsidenten beträgt 153 300 Franken für ein 50-Prozent-Pensum (135 000 Franken Honorar und 18 000 Nebenleistungen). Die Vergütung der übrigen 8 Mitglieder beträgt je 32 000 Franken für ein 20-Prozent- Pensum. Die Präsidenten der 4 Regionalgesellschaften erhalten ein zusätzliches Honorar zwischen 20 000 und 38 000 Franken. Den Verwaltungsräten wird jede Ausschusssitzung mit 1000 Franken vergütet.

Vergütung Geschäftsleitung SRG 2008–2017 (Total Compensation: Lohn, variabler Lohn und Nebenleistungen)

CHF 529 346

2017 verdiente der Generaldirektor SRG total 529 346 Franken (Vorjahr 536 314 Franken). Die 6 Mitglieder der Geschäftsleitung verdienten durchschnittlich 400 237 Franken (Vorjahr 421 450 Franken). Ihre Vergütung ist abhängig von der Grösse der Unternehmenseinheit und des Aufgabenportfolios. Die Jahre 2012/2013 sind wegen der stufenweisen Änderung des Auszahlungszeitpunkts des variablen Lohns mit den anderen Jahren nicht vergleichbar.

Durchschnittliche Vergütung Geschäftsleitung SRG und Geschäftsleitung Unternehmenseinheiten 2013–2017 (Total Compensation: Lohn, variabler Lohn und Nebenleistungen)

CHF CHF 262 000 – 400 000

Die Geschäftsleitungsmitglieder in den Unternehmenseinheiten verdienten 2017 durchschnittlich 262 000 Franken. Die Höhe der Vergütung variiert stark und ist von der Grösse der Unternehmenseinheit und des Aufgabenportfolios abhängig – wie dies bei der nationalen Geschäftsleitung auch der Fall ist. Wegen der Medienkonvergenz vor sechs Jahren, welche die Zusammenführung der bis dahin eigenständigen Unternehmenseinheiten für Radio und TV zu SRF, RTS und RSI hervorbrachte, ist hier eine Entwicklung über die letzten fünf Jahre abgebildet.

Lohnerhöhungen der SRG-Kader im Vergleich zum Schweizer Gesamtmarkt 2008–2017

1,1% im Schnitt

Die Kaderlohnsumme der SRG stieg in den letzten zehn Jahren durchschnittlich um 1,1 Prozent – die Lohnentwicklung lag im Schnitt 47 Prozent unter dem Niveau des Schweizer Gesamtmarkts für Kader. Die von der Firma Kienbaum Consulting jährlich erhobenen Zahlen zeigen zudem: Seit 2012 ist bei Kadern ein genereller Trend zu zurückhaltenden Lohnerhöhungen festzustellen. Die Kaderlohnpolitik der SRG folgt diesem Trend.

Lohnerhöhungen des GAV-Personals im Vergleich zum Kader

1,1% im Schnitt

Die Personalpolitik der SRG folgt dem Prinzip der Gleichbehandlung von GAV- und Kadermitarbeitenden: In den letzten zehn Jahren stellte die SRG gleich viele finanzielle Mittel (durchschnittlich 1,1 Prozent der Lohnsumme) für Lohnmassnahmen des GAV-Personals und der Kader zur Verfügung.

Entwicklung der Durchschnittslöhne 2008–2017 (GAV und Kader inklusive 13. Monatslohn, Kader auf Basis FTE  inklusive variabler Lohn)

CHF 107 152

Der SRG-Durchschnittslohn ist zwischen 2008 und 2017 von 104 778 auf 107 152 Franken gestiegen (+2,3 Prozent). Im Durchschnittslohn nicht enthalten sind allfällige Zulagen (zum Beispiel für Nacht- oder Sonntagsarbeit), da diese nach Vertragsart und Einsatz stark schwanken.

Durchschnittslöhne nach Berufsgruppen 2017 (GAV und Kader inklusive 13. Monatslohn, Kader inklusive variabler Lohn)

CHF 77 000 – 113 000 

Die unterschiedlichen Durchschnittslöhne sind auf die Ausbildungsabschlüsse und auf das Marktumfeld zurückzuführen: Am meisten Hochschulabsolventen gibt es in den Redaktionen (68 Prozent), bei den Experten und Spezialisten (50 Prozent) sowie in der Informatik (32 Prozent). Diese Berufsgruppen sind zudem auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt, was sich in den Löhnen widerspiegelt. In den technischen, logistischen und administrativen Funktionen finden sich vor allem Mitarbeitende mit abgeschlossener Berufsausbildung. Dies zeigt sich auch in den tieferen Durchschnittslöhnen.

Durchschnittslöhne für ausgewählte journalistische Funktionen 2017 (GAV und Kader inklusive 13. Monatslohn, Kader inklusive variabler Lohn)

CHF 87 000 – 153 000

Die Löhne der journalistischen Funktionen bemessen sich nach Verantwortung und Erfahrung: Leitende von grossen Redaktionen verdienen am meisten. Im Mittelfeld liegen die Medienschaffenden mit redaktioneller Tätigkeit und viel Erfahrung (Seniors) – ihr Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre. Am wenigsten verdienen die Mitarbeitenden im Bereich Design/Grafik Multimedia sowie die Redaktorinnen und Redaktoren mit wenig Erfahrung (Juniors) – ihr Durchschnittsalter beträgt 34 Jahre.

Lohnentwicklung der SRG 2008–2017 im Vergleich zur Schweizer Gesamtwirtschaft

11,3%

Bei der Lohnentwicklung liegt die SRG im Mittelfeld: In der Schweiz stiegen die Löhne in den letzten zehn Jahren 1,1 Prozent mehr als bei der SRG. Vergleicht man die SRG mit der gesamten Medienbranche (vom Lokalradio bis zum national tätigen Medienkonzern), so war die Entwicklung bei der SRG höher (+2,3 Prozent). Proportional stellte die SRG mehr Mittel für individuelle als für generelle Lohnentwicklungsmassnahmen zur Verfügung. Dafür gibt es zwei Gründe: Rund drei Viertel der Mitarbeitenden haben ihren Maximallohn noch nicht erreicht, und die Teuerung 2008–2017 war insgesamt tief.

Lohnniveau nach Funktionen im Vergleich zum Markt

-1,5% bis -3,7%

Die SRG-Löhne liegen insgesamt leicht unter dem Markt – mit Unterschieden je nach Funktion. Die Löhne von journalistisch tätigen SRG-Mitarbeitenden sind 3,7 Prozent* tiefer als die Saläre von Medienschaffenden bei grossen, national tätigen Medienhäusern. Bei den Supportfunktionen (Finanzen, Informatik, Kommunikation, HR) zahlt die SRG marktübliche Löhne (– 1,5 Prozent**).

Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern im Vergleich zur Schweizer Gesamtwirtschaft

-3,9 %

Seit 2013 untersucht die SRG anhand des Lohngleichheitsinstruments des Bundes (Logib) jährlich die Lohndifferenzen zwischen den Geschlechtern. Die Resultate zeigen: In der SRG sind die Frauenlöhne 3,9 Prozent tiefer als die Männerlöhne (nicht erklärbare Lohndifferenz). Im Vergleich zur Schweizer Gesamtwirtschaft ist dies ein guter Wert, der unter der vom Bund festgelegten Toleranzschwelle von 5 Prozent liegt. Die SRG überprüft die Lohngleichheit unter Einbezug des Sozialpartners regelmässig und ergreift Massnahmen, um Lohnunterschiede weiter zu reduzieren.

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