SRG SSR

Solidarität

Solidarität

Die SRG stellt mit ihrem Service public die Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Radio- und TV-Programmen sicher. Sie bildet aber auch die schweizerische Wirklichkeit auf nationaler, sprachregionaler und beim Radio ebenso auf regionaler Ebene umfassend ab und dies in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen – von Politik, Kultur und Wirtschaft über Gesellschaft und Sport bis hin zur Unterhaltung. Nicht zuletzt leistet die SRG einen Beitrag zum Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Landesteilen, zum Austausch ­zwischen den Sprachregionen, zur Meinungsvielfalt und zum gegenseitigen Verständnis der verschiedenen Kulturen. Die SRG unterscheidet sich von kommerziellen Anbietern, weil sie

  • alle Sprachregionen sowie Mehr- und Minderheiten berücksichtigt;
  • eine Vielfalt an Themen, Inhalten und Gestaltungsformen ­anbietet;
  • Kultur nicht nur abbildet, sondern auch Kultur schafft;
  • nicht das Streben nach Quote, sondern Qualität, Glaubwürdigkeit und Relevanz in den Vordergrund stellt;
  • von politischen und wirtschaftlichen Interessen unabhängig ist.

Barrierefreies Fernsehen

2017 hat die SRG ein neues Abkommen mit sieben Verbänden für sinnesbehinderte Menschen abgeschlossen. Darin verpflichtet sie sich, ihr Angebot für hör- und sehbehinderte Menschen signifikant zu erhöhen. Beim Fernsehen soll der Anteil untertitelter Programme bis ins Jahr 2022 auf 80 Prozent gesteigert werden. Die Angebote im Internet sollen grösstenteils mit Untertiteln belegt werden. Auch bei gebärdeten Sendungen und bei der Audiodeskription für Blinde werden die Angebote bis 2022 massiv erhöht.

  • Untertitelungen: Gut 50 Prozent der Fernsehprogramme sind 2017 mit Untertiteln für Hörbehinderte ausgestrahlt worden, wobei die Primetime (19–22 Uhr) der ersten Programme in allen Sprachregionen vollständig untertitelt wurden. Am Wochenende wurden ab Mittag zudem die Live- Sendungen untertitelt. Zusätzlich dazu wird ein Grossteil der im Internet angebotenen Programme ebenfalls mit Untertiteln angeboten.
  • Gebärdensprache: SRF, RTS und RSI versehen seit Januar 2008 eine täglich ausgestrahlte Newssendung mit Gebärdensprache. Bei SRF wird zusätzlich die Sendung «Kassensturz » in Gebärdensprache ausgestrahlt.
  • Audiodeskription: Dank Audiodeskription – einer laufenden akustischen Beschreibung – können Sehbehinderte dem Geschehen am Bildschirm folgen. 2017 strahlte die SRG insgesamt 664 Sendungen mit Audiodeskription aus (SRF 349, RTS 243 und RSI 72). Pro Jahr und Sprachregion sind 24 Filme vorgeschrieben, wobei die Anzahl auch von den Austauschmöglichkeiten mit dem Ausland abhängig ist.

Glückskette

Die SRG ist solidarisch, wenn es um humanitäre Belange geht. Ende 2011 wurde die Partnerschaft der SRG mit der Stiftung Glückskette in einer Vereinbarung über die Zusammenarbeit überarbeitet. Die Vereinbarung beinhaltet weiterhin die wichtigsten Punkte des Ursprungsdokuments. Dazu gehören beispielsweise die enge Partnerschaft und die daraus resultierende landesweite und exklusive Unterstützung der Glückskette durch alle SRG-Medien bei Spendenaufrufen nach einer Katastrophe im In- oder Ausland. Daneben ist die Glückskette aber zum Beispiel in ihrer Finanzverwaltung vollständig unabhängig.

Da die Glückskette selbst kein Hilfswerk ist, werden die operationellen Aktionen von 25 akkreditierten Schweizer Partnerhilfswerken ausgeführt. Die Gelder der Glückskette unterliegen drei Finanzprüfungen und gehören somit zu den bestkontrollierten in der Schweiz. 2017 war die Glückskette in 203  laufenden Projekten in 40 Ländern mit einem Gesamtbetrag von103,8 Millionen Franken engagiert. In der Schweiz wurden 1290 Haushalte im Umfang von insgesamt 1,4 Millionen Franken unterstützt; 97 unwettergeschädigte Familien, insbesondere in Bondo, erhielten Hilfe in der Höhe von rund 822 517Franken. Für zwei Gemeinden wurden aus dem permanenten Unwetterfonds Restkosten von Unwetterschäden früherer Jahre in der Höhe von 405 647 Millionen Franken gedeckt. Die SRG-Medien unterstützen in ihren Programmen nicht nur die nationalen Sammeltage, sondern legen auch Rechenschaft über die zweckmässige Verwendung der Spendengelder ab. Die Glückskette und SRF beziehungsweise RTS arbeiten bei der Sammelaktionen «Jeder Rappen zählt» und «Cœur à Cœur» eng zusammen. Erstmals führte auch RSI die gleiche Sammelaktion unter dem Namen «Ogni centesimo conta» gemeinsam mit der Glückskette durch. Allein bei diesen drei Aktionen wurden Spendenversprechen von insgesamt rund 6,3 Millionen Franken gemacht. Das Geld fliesst in die Schul- und Berufsbildung in der Schweiz und im Ausland. Diese Projekte ermöglichen Kindern und Jugendlichen eine selbstbestimmte Zukunft als aktive Mitglieder der Gesellschaft.

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