SRG SSR

RTR Radiotelevisiun Svizra Rumantscha

Qualitätsmanagement / interne Qualitätskontrolle

Qualitätssicherung – Methode, Erkenntnisse, Massnahmen

Das publizistische Qualitätsmanagement von RTR leitet sich aus den «Minimalstandards Programmqualität» der SRG ab. Es legt fest, wann und auf welcher Stufe Massnahmen zur Qualitätsverbesserung umgesetzt werden. Der Prozess beginnt auf Stufe Redaktion und endet auf Stufe Direktion: Die Redaktionen befassen sich aufgrund mündlicher und schriftlicher Rückmeldungen täglich mit der Optimierung von Sendungsinhalten und -konzepten. Die Direktion RTR wiederum kann einzelne Sendegefässe periodisch überprüfen lassen.  

Im Berichtsjahr wurden folgende Massnahmen umgesetzt – vorwiegend aufgrund externer Expertenanalysen:  

  • Storytelling im Fernsehen: Welche Formen eignen sich für das Geschichtenerzählen? Die Mitarbeitenden der Video-Multimediaredaktion sowie Ton-, Schnitt- und Kameraleute vertieften ihr Wissen zu diesem Thema. Die Ausbildung war das Ergebnis interner Analysen und externer Feedbacks zu den Fernsehsendungen von RTR. 
  • Regie- und Kamera-Workshops für die TV-Sendeformate «Cuntrasts discurs» und «Cuntrasts magazin»: Die Mitarbeitenden aus den Bereichen Moderation, Regie, Produktion, Kamera, Schnitt und Ton experimentierten mit drei Kameras und simulierten unterschiedliche Situationen – stets mit dem Anspruch, den formatbedingten Anforderungen gerecht zu werden. Die Experten empfahlen, die Arbeitsprozesse anzupassen, ein Regiehandbuch zu erstellen und ein Ausbildungsmodul für die produzierenden Mitarbeitenden zu lancieren. Die Workshops bildeten die Fortsetzung einer bereits 2013 durchgeführten Untersuchung.  

Aus- und Weiterbildung

Auch im Berichtsjahr förderte RTR die fachlichen Kompetenzen und die persönliche Entwicklung der 170 Mitarbeitenden (130 Vollzeitstellen) mit internen und externen Aus- und Weiterbildungskursen. Die 55 massgeschneiderten internen Kurse wurden von 240 Personen während insgesamt 85 Tagen besucht. Weiter nahmen 48 Mitarbeitende während 215 Tagen an externen Aus- und Weiterbildungen teil. Die fünf Stagiaires besuchten 215 Kurstage (drei Personen am MAZ, eine an der Tontechnikschule und eine an der SAE im Bereich Digitalfilm & Animation). Insgesamt wurden 515 Kurstage besucht, was rund vier Ausbildungstagen pro Vollzeitstelle entspricht. Darin sind nicht enthalten: die Berufsschultage der vier Lernenden (drei Personen im KV und eine in der Informatik), die interne Grundausbildung für neue Mitarbeitende sowie die Einführung der sechs Praktikantinnen und Praktikanten. 

Bei den Mitarbeitenden, die im Bereich TV/Multimedia tätig sind, lag der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der journalistischen Kompetenzen – unter Berücksichtigung aktueller Anforderungen und Bedürfnisse. Dazu gehörten individuelle und massgeschneiderte Kurse in Storytelling, Montage, Regie und Kamera, Schnitt und Ton sowie eine VJ-Weiterbildung (bei SRF). Die Mitarbeitenden von «Battaporta», Newsdesk und Grafik absolvierten Grund- und Vertiefungskurse für die Bildbearbeitung.  

Im Rahmen der regelmässigen über den Mittag stattfindenden Veranstaltung «Sur mezdi» präsentierten Fachpersonen diverse aktuelle Themen kurz und praxisnah, darunter «100 Jahre Nationalpark», «Go or no go en Rumantsch grischun» oder «Das Budget des Kantons Graubünden richtig lesen». Zudem hat RTR zum ersten Mal halbtägige Sprechwerkstätten durchgeführt, in denen dank verschiedener Stimm-, Sprech- und Körperübungen neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Daneben gehören die Kurse für die Standardsprache Rumantsch Grischun seit Jahren zur obligatorischen Grundausbildung.  

Die individuellen Aus- und Weiterbildungsmassnahen werden im Rahmen der Mitarbeitendengespräche (MAG) vereinbart – dazu gehört bei neuen Mitarbeitenden der Besuch diverser Fachkurse bei SRF. Die Stimmbildung und regelmässige linguistische Supervision durch Fachpersonen ist und bleibt fester Bestandteil des Aus- und Weiterbildungskonzepts von RTR. Neu unterstützt und fördert RTR als Mitinitiantin den «CAS per Rumantschs», der 2014 an der Pädagogischen Hochschule Graubünden zum ersten Mal angeboten wurde. Zurzeit profitieren vier RTR-Radiomitarbeitende von dieser Weiterbildung (drei Semester / 196 Lektionen) und vertiefen ihr Wissen in romanischer Kultur, Gesellschaft und Sprache.  

Neue RTR-Mitarbeitende in leitender Position nehmen regelmässig an der Führungswerkstatt SRG teil. Bei der fünften und sechsten Durchführung waren es je zwei Personen. Neu wird ein Modul bei RTR in Chur durchgeführt, was das Angebot noch attraktiver macht. Andere Bereichsverantwortliche besuchen gegenwärtig die DAS-/MAS-Weiterbildungen in Business Administration an der HTW Chur oder den Kurs «Redaktionsmanagement – Führen in den Medien» an der Schweizer Journalistenschule MAZ.

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