SRG SSR

RSI Radiotelevisione svizzera

Qualitätsmanagement / interne Qualitätskontrolle

Qualitätssicherung – Methode, Erkenntnisse, Massnahmen

In der Geschäftsleitung von RSI wird jährlich ein Monitoring der Programme durchgeführt. Es ergänzt die Qualitätskontrollen, die täglich in den Redaktionen und Abteilungen erfolgen. 2014 hat die Geschäftsleitung sechs Angebote geprüft: zwei Radiosendungen («Notiziari» und «Babilonia»), zwei Fernsehsendungen (Acht-Uhr-Ausgabe des «Telegiornale» und «Storie») sowie zwei trimediale Formate («Linea Rossa» und «Ventidisport»). 

Die Prüfer und Programmverantwortlichen haben die kritischen Punkte eingehend diskutiert und verschiedene Optimierungsmassnahmen definiert. Ein Teil davon wurde bereits im Herbst 2014 umgesetzt, weitere Schritte sind für 2015 geplant.  

Fernsehen:

  • Die Redaktion des «Telegiornale» hat diverse Änderungen an der Bildsprache vorgenommen, um die zu vermittelnden Botschaften verständlicher und die visuelle Erscheinung ansprechender zu machen. Dazu kamen Anpassungen von Studiogestaltung und Lichtführung sowie Neuerungen bei den Bildausschnitten und ein häufigerer Einsatz von Grafiken. 2015 soll die Sendung tiefgreifend überarbeitet und die Mitarbeitenden spezifisch dafür ausgebildet werden.
  • «Storie» bleibt in weiten Teilen thematisch und formal unverändert. Indes wird die Verbindung zwischen Studiogast und Dokubeitrag klarer herausgearbeitet und betont. Zudem treibt die Redaktion den Ausbau des Webangebots weiter voran.

Radio:

  • «Notiziari» räumt den regionalen Nachrichten mehr Raum ein und legt noch mehr Wert auf die Ausgewogenheit von News- und Folgeberichterstattung. Zudem haben die Sendungsmacher einzelne Beiträge überarbeitet, um die 19 Ausgaben insgesamt einheitlicher zu machen.
  • Bereits im Sommer ging «Babilonia» dramaturgisch schlanker über den Sender: Die Redaktion hat einige Minirubriken gestrichen und die Anzahl Musikstücke reduziert, um den Sendungsrhythmus zu entschleunigen und die Inhalte zugänglicher zu machen.

Online:

  • Die Verantwortlichen von «Linea Rossa» haben die Gesprächsstruktur der Sendung neu definiert. Die jungen Studiogäste und ihren Meinungen sollen mehr Raum erhalten und die Debatten anspruchsvoller werden. Zudem hat die Sendung dank eines zusätzlichen Podests an Dynamik gewonnen. Dieses ist für Spezialgäste oder Experten reserviert und steht gegenüber dem Podium, auf dem wie bisher die Teilnehmer Platz nehmen. Obwohl das Radioangebot weitgehend unverändert blieb, wurde die Interaktion mit dem Fernsehprogramm verbessert. Seit Herbst 2014 ist auf der Website von «Linea Rossa» auch ein Web-only-Angebot verfügbar.
  • «Ventidisport» wurde auf allen drei Medien (Radio, TV, Online) komplett umgestaltet: Das Angebot berücksichtigt neu die Eigenheiten jedes Mediums und ist dadurch vielfältig und crossmedial.

Aus- und Weiterbildung

Das am 1. Oktober 2013 lancierte Projekt «Accademia RSI» trägt erste Früchte: 31 Lernende in 14 Berufsfeldern haben das erste von zwei Ausbildungsjahren abgeschlossen. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zu Angebot und Produktivität von RSI. Gleichzeitig laufen auch die Gruppenarbeiten weiter, in denen die Lernenden gemeinsame Projekte realisieren und Rollenspiele üben. Dabei erwerben die angehenden Berufsleute fachübergreifende Fähigkeiten und lernen die Arbeit der anderen schätzen.  

Wie die meisten elektronischen Medienhäuser folgt auch RSI beim internen Ausbildungsangebot den Markt- und Technologietrends. Zuoberst auf dem Aus- und Weiterbildungsprogramm stehen deshalb Kurse in den Bereichen Technik und (insbesondere multimediale) Kommunikation – zwei Felder, in denen Fortbildung immer wichtiger wird.  

RSI hat durch «Formazione e Sviluppo» im Berichtsjahr etwa 280 interne Kurse über insgesamt 24 000 Stunden durchgeführt. Pro Person entspricht dies rund 2,5 Ausbildungstagen (ohne Praktikanten und Lernende).

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