Viele ihrer TV-Formate, Radiosendungen und Webserien entwickelt die SRG speziell für Kinder und Jugendliche. ­Junge Menschen konsumieren Medieninhalte heute vorwiegend online – auf dem Smartphone oder auf dem Tablet. Die SRG verbreitet ihre ­Angebote deshalb nicht nur linear, sondern auch auf ihren Onlineplattformen und auf Social Media. Bei der Produktion der Inhalte achtet die SRG zudem darauf, dass sie nicht nur für junge Menschen, sondern auch von jungen Menschen gemacht werden.

«Edi – Leben am Limit»: eine Podcast-Serie, die unter die Haut geht

Edi T. war ein notorischer Krimineller und Drogensüchtiger auf der Jagd nach dem Kick, sein Leben eine Achterbahnfahrt aus Täuschung und Enttäuschung. Jahrzehntelang brachte er seine Mitmenschen, aber auch Justiz, Therapeuten und Ärzte an ihre Grenzen. Für die erste exklusive Podcast-Serie von SRF zeichneten zwei Autorinnen Edis wahre Geschichte gemeinsam mit ihm nach. Die sechs Folgen, produziert von Radio SRF 1 und Radio SRF 3, waren ab dem 22. August 2018 auf srf.ch/edi abrufbar. Im Rahmen spezieller Podcast-Nächte lief die Serie auch in den Radioprogrammen von SRF.

Unverblümtes Liebesleben in der neuen SRF-Serie «Seitentriebe»

Was hält Paare auf Dauer zusammen? «Seitentriebe», die neue fiktionale Serie von SRF, geht dieser Frage auf humorvolle Weise nach. Im Mittelpunkt steht ein Paar um die Vierzig, das sich ausgerechnet an seinem Hochzeitstag auf einem Seitensprungportal begegnet … Die Idee zur Serie über das Liebesleben in Langzeitbeziehungen stammt von Güzin Kar. Sie schrieb auch das Drehbuch und führte mehrheitlich Regie – mit Erfolg: «Seitentriebe» gewann den European Script Award für das innovativste Seriendrehbuch des Jahres. SRF zeigte die achtteilige Koproduktion, die im Zürcher Ober- und Unterland gedreht wurde, ab Februar 2018 in Doppelfolgen auf SRF zwei. Staffel zwei läuft voraussichtlich im Herbst 2019.

Nachwuchstalente produzieren mit «Nr. 47» die erste fiktionale SRF-Webserie

Sie ist die erste fiktionale Serie, die SRF speziell fürs Web produziert hat: «Nr. 47». Und sie ist eine Serie von jungen Menschen. Drehbuch, Regie, Kamera, Schnitt und Cast übernahmen Talente unter 30 Jahren aus der Schweizer Filmszene: Studentinnen, Studienabgänger und Quereinsteiger. Selbst bei der Musik setzte die Serie stark auf den Schweizer Nachwuchs. «Nr. 47» erzählt von jungen Erwachsenen eines Wohnblocks in Bern, von ihrem Alltag, ihren Freundschaften und inneren Konflikten. Die 20 Kurzfolgen der ersten Staffel waren ab Mai auf Youtube sowie auf srfvirus.ch zu sehen. Im Juni lief die Serie im Fernsehen. Allein auf dem «Nr. 47»-Youtube-Kanal, der zu fast 90 Prozent von Personen unter 35 Jahren genutzt wird, erzielten die Clips der ersten Staffel bis Jahresende rund eine Million Videostarts. Im November 2018 folgte die zweite Staffel und die Zürcher Radio-Stiftung zeichnete «Nr. 47» mit ihrem Fernsehpreis aus.

«Unser Publikum ist auf ­Youtube zu Hause. Darum haben wir uns bei ‹Nr. 47› bewusst dafür entschieden, die Leute nicht zu uns zu ­holen, sondern mit der Serie zu ihnen zu gehen.»

Adrian Spring
Autor und Produzent der Webserie «Nr. 47», SRF

RTS punktet mit innovativen Formaten auf «Tataki»

Informativ, spritzig, unterhaltsam. So präsentiert sich der neue Pop- und Kultursender für Junge zwischen 14 und 25 Jahren. «Tataki» produziert Videos für Youtube, Facebook, Instagram und Snapchat. Entstanden sind 20 Produktionen mit je fünf bis sechs Episoden. Besonders beliebt waren die Folgen der Serie «Swissscred». Pro Folge verzeichnete die Serie auf Facebook 45 000 Aufrufe. «Swissscred» setzte sich zum Ziel, die beste Stadt der Westschweiz zu finden. Moderator Sacha Porchet machte sich auf die Suche und liess sich von jungen «Locals» ihre Stadt zeigen. Das Stadtportrait, das auf Facebook und Youtube am häufigsten geteilt wurde, gewann den Wettbewerb. Welche Stadt das wohl war …? Alle Videos von «Swissscred» gibt es auf Facebook, Youtube, Instagram und Snapchat zum Nachschauen.

Im Austausch mit Jugendlichen – online und offline

Im Oktober startete RSI mit «Flex» ein Experiment: ­Zusammen mit Influencerinnen und Influencern aus der italienischen Schweiz produzierte RSI mehrere Kurzvideos für Social Media. Das Themenspektrum der drei- bis siebenminütigen Videos reichte von Videogames und Technik über Beauty bis hin zu Sport und Musik. Dabei wurden mutig auch anspruchsvollere Themen wie Körperakzeptanz oder gesunde Ernährung angesprochen. RSI trat auch offline mit ihren Nutzerinnen und Nutzern in Kontakt, beispielsweise im Rahmen der Sportveranstaltungen «Midnight Sports» oder an Pfaditreffen. «Flex» kommt bei den Jungen gut an: In wenigen Wochen gewann die Web-serie auf Youtube 500 Abonnentinnen und Abonnenten. Auch auf Instagram verzeichnete «Flex» in kurzer Zeit 1300 Follower und insgesamt 50 000 Views.  Die Zahlen sind  vielversprechend, wenn man bedenkt, dass in der italienischsprachigen Schweiz rund 16 000 Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren leben und nicht alle ein Smartphone besitzen.

«Ich finde ‹FLEX› sehr vielseitig, weil die Plattform auf einfache, lustige Weise Erlebnisse von Jugendlichen, Hacks und DIY-Videos mit unterhaltenden Clips verbindet. Genau das, was man nach einem anstrengenden Schultag zum Abschalten braucht.»

Darya, 16 Jahre, Schülerin aus Mendrisio

Chorus: Welcher Westschweizer Chor singt am besten?

Zwölf Chöre aus der Westschweiz wollten es im November wissen und traten bei «Chorus» gegeneinander an. Ihr Repertoire: modern, abwechslungsreich, fetzig. Den Takt gab Moderator Jonas Schneiter vor, zusammen mit seinen Jurykollegen Alizé Oswald und Marc Aymon. Die neue Unterhaltungsshow von RTS fand an zwei Samstagabenden auf RTS Un statt, gefolgt vom grossen Finale Anfang Dezember. Im Durchschnitt verfolgten 84 000 Zuschauerinnen und Zuschauer die Unterhaltungsshow.

RTS geht mit «Ondes de choc» vergangenen Verbrechen nach

Inspiriert von Kriminalfällen, welche die Schweiz erschüttert haben, schufen Ursula Meier, Lionel Baier, Jean-Stéphane Bron und Frédéric Mermoud die vierteilige Filmserie «Ondes de choc». Familiendramen, Serienmorde, Sektenübergriffe – was geschieht in den Minuten und Tagen nach solchen Verbrechen? Mit dieser Frage im Hinterkopf machten sich die Regisseure von «Ondes de choc» auf die Suche nach Straftaten, die sich zwischen 1980 und 2010 in der Westschweiz zugetragen haben. Die vier 60-minütigen RTS-Koproduktionen «La Vallée», «Sirius», «Journal de ma tête» et «Prénom: Mathieu» sind das Resultat ihrer aufwendigen Arbeit.

Ein neues Onlineangebot für Kinder

RTR bietet neben Kindersendungen im Fernsehen auch Webinhalte an. Auf der Onlineplattform www.rtr.ch/uffants hat RTR für das jüngste Publikum eine Art Wühlkiste eingerichtet. Dort finden Kinder Videos der beliebten Serie «Famiglia Babulin», Audioaufnahmen, ein Lexikon und Kinderreime in Rumantsch Grischun sowie in allen Idiomen der rätoromanischen Sprache. Mit diesem Angebot will RTR Kindern einen spielerischen Zugang zu ihrer Muttersprache ermöglichen. Auch für rätoromanische Familien, die ausserhalb der Sprachregion leben, ist das Onlineangebot ein Mehrwert. Um die Bedürfnisse des jüngsten Publikums besser einschätzen zu können, besuchte RTR letztes Jahr rund 20 Bündner Kinderkrippen. Ausserdem war RTR im Sommer bei drei Kinderfesten präsent und tauschte sich dort mit Familien und Kindern aus.

RTR legte 2018 einen besonderen Fokus auf die jüngste Zielgruppe.

Schweizer Jugendfilmtage: Schmiede für den Filmnachwuchs

Die Schweizer Jugendfilmtage sind das grösste nationale Filmfestival für junge Schweizer Filmschaffende. Kernstück der Veranstaltung ist ein Kurzfilmwettbewerb: In fünf Kategorien messen sich jährlich über 2000 Schul- und Jugendtrefffilme, freie Produktionen und Filme von Filmstudentinnen und Filmstudenten.

Die SRG war vom 4. bis 8. April 2018 an den Schweizer Jugendfilmtagen in Zürich dabei und unterstützte den Pitching-Wettbewerb am Netzwerk- und Nachwuchsfördertag «Klappe Auf!». Bei diesem Wettbewerb erhielten junge Nachwuchstalente die Gelegenheit, eigene Filmideen zu entwerfen und sie Profis aus der Film- und Festivalbranche zu präsentieren. Der Gewinnerfilm des Pitching-Wettbewerbs wird 2019 als Eröffnungsfilm der Schweizer Jugendfilmtage gezeigt.

Schweizer Jugendfilmtage 2018: Die SRG war als Medienpartnerin mit dabei.

«LernFilm Festival»: 300 Schulklassen produzieren Kurzvideos

Am 9. Mai 2018 ging in Luzern die achte Ausgabe des «LernFilm Festivals» über die Bühne. Fast 300 Schulklassen und Einzelteilnehmende aus der ganzen Schweiz reichten einen Filmbeitrag zum Motto «Gestern – heute – morgen: Unsere Welt in Bewegung» ein. Die besten Beiträge wurden von der Festivaljury ausgewählt und mit Preisen von bis zu 600 Franken prämiert. Die SRG unterstützte das Festival als Medienpartnerin.

«Seit Jahrzehnten sind die Schweizer Jugendfilmtage ein Treffpunkt für junge Talente. Es kann kein Zufall sein, dass viele heute aktive Regisseurinnen oder Autoren ihre Wurzeln an den Jugendfilmtagen haben.»

Sven Wälti
Leiter Film SRG