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SWI swissinfo.ch

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Was hat SWI zum Auftrag «Demokratie» geleistet?

SWI swissinfo.ch leistet als kleinste SRG-Unternehmenseinheit einen Service public, indem sie als Internetplattform mit multimedialen Mitteln Informationen erläutert, Eigenheiten und Werte der Schweiz vermittelt und im In- und Ausland wesentlich zur Qualität der demokratischen Debatte beiträgt. So engagiert sich SWI für den Gemeinsinn.

Gemäss Leistungsauftrag richtet sich das zehnsprachige SWI-Angebot an ein internationales, an der Schweiz interessiertes Publikum sowie an die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.

Die Schweiz erklären

Der Anspruch von SWI ist es, einem internationalen Publikum die Schweiz zu erklären. Drängende Fragen mit einem Schweizbezug werden breit, hintergründig und multimedial dargestellt. Weggelassen hingegen werden Themen, die im Ausland weniger oder gar nicht von Belang sind. In den täglichen Berichten setzen die Journalistinnen und Journalisten Schwerpunkte, vertiefen, erläutern, ordnen ein und analysieren. Die persönliche Meinung der Programmschaffenden ist dabei irrelevant.

Inhaltlich war 2016 von verschiedenen Themen geprägt. Auf der Agenda standen eidgenössische Abstimmungen, die bei einem internationalen Publikum auf grosses Interesse stiessen. Dazu gehörten namentlich die Durchsetzungsinitiative im Februar, die Abstimmung über ein bedingungsloses Grundeinkommen im Juni und die Initiative zu einem vorzeitigen Atomausstieg im November.

SWI begleitet alle eidgenössischen Abstimmungen jeweils mit einem ausführlichen Dossier in zehn Sprachen. Für viele Sprachen ist dieser Service weltweit einzigartig.

2016 berichtete SWI im Weiteren über die Eröffnung des neuen Gotthard-Bahntunnels und die Weltumrundung des Solarflugzeuges Solar Impulse. Beides fand beim Publikum grosse Resonanz.

Direkte Demokratie als Fokusthema

Einem zentralen Schweizer Wert, der direkten Demokratie, widmet SWI ein eigenes Portal. SWI hat dieses 2016 weiterentwickelt und damit eine Plattform beziehungsweise ein Kompetenzzentrum zum Thema politische Partizipation nach Schweizer Modell geschaffen. Damit will SWI einem weltweiten Publikum eine Plattform bieten, um sich über verschiedene Aspekte der partizipativen Bürgerschaft auszutauschen. Neben Berichten über Abstimmungen, Wahlen und Umfragen enthält das Dossier Gastbeiträge, Videos, Animationen, Infografiken sowie Linksammlungen zu befreundeten Organisationen und Stiftungen.

SWI ist bestrebt, komplexe Zusammenhänge mit innovativen journalistischen Formen abzubilden – beispielsweise mit datenjournalistisch aufbereiteten Grafiken, erklärenden Animationsfilmen oder 360-Grad-Videos. Ein 2016 in die Wege geleitetes Projekt soll das Erscheinungsbild von SWI in Zukunft noch multimedialer machen und dem internationalen Publikum ein noch besseres Bild von der Schweiz bieten.

Ein Angebot für 80 Prozent der Weltbevölkerung

SWI leistet mit seinem Angebot einen Beitrag zur Völkerverständigung und zum internationalen Verständnis für Schweizer Werte und Positionen. Mit den SWI-Sprachen Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch können rund 80 Prozent der Weltbevölkerung angesprochen werden. Weil sich SWI in erster Linie an ein Publikum im Ausland richtet, wird in den Landessprachen stets die Standardsprache verwendet. Auch in audiovisuellen Beiträgen verzichtet SWI auf Dialekt.

Eine Minderheit der Nutzerinnen und Nutzer von SWI stammt aus der Schweiz. Ein Teil davon sind Migrantinnen und Migranten, die an den Eigenheiten des Landes interessiert sind. Dank der Vielsprachigkeit erreicht SWI ein überdurchschnittlich breites Publikum.

Ein in diesem Zusammenhang erwähnenswertes Angebot ist das Dossier «Klick auf die Schweiz – Switzerland how to»: Zu über 50 Schweizer Themen – von A wie «Arbeitsbewilligungen» bis Z wie «Zeittafel der Schweizer Geschichte» – stehen in allen zehn SWI-Sprachen journalistisch aufbereitete Beiträge bereit. Sie erklären, wie und warum die Schweiz funktioniert. «Klick auf die Schweiz» richtet sich nicht nur an Zuzüger, sondern auch an Touristen und Auslandschweizer. Das Angebot wird unabhängig von Aktualität rege genutzt.

Das publizistische SWI-Angebot soll überdies eine Bindung zwischen der Heimat und den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern ermöglichen. Aus historischen Gründen ist SWI als Stimme aus der Heimat – früher Kurzwellendienst und Schweizer Radio International – eng mit der Auslandschweizer-Organisation (ASO) verbunden. Beide setzen sich seit Jahrzehnten für die Belange der fünften Schweiz ein – SWI seit über 80 Jahren und die ASO seit 100 Jahren. Fast 750 000 Schweizerinnen und Schweizer leben im Ausland, fast 150 000 sind im Stimmregister eingetragen.

Was hat SWI zum Auftrag «Kultur» geleistet?

Kultur ist neben Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft einer von fünf Kernbereichen von SWI. So publizierte SWI auch 2016 zahlreiche multimedial aufbereitete Hintergrundberichte, die der Kultur gewidmet waren.

Ein Schwerpunkt der Berichterstattung war die Eröffnung des neuen Gotthard-Bahntunnels. SWI widmete dem Thema ein umfangreiches Dossier, das den Mythos Gotthard auch aus historischer Sicht beleuchtete und das international viel Beachtung fand.

Weitere kulturelle Anlässe, die SWI im Berichtsjahr für ein breites internationales Publikum aufbereitete, waren das 69. Filmfestival in Locarno und das 50. Jubiläum des «Montreux Jazz Festival». SWI berichtete aber auch über andere Anlässe wie den Ballett-Wettbewerb «Prix de Lausanne» und berücksichtigte so die Interessen einzelner Sprachregionen.

Erwähnenswert sind zudem die viel beachteten Bildergalerien auf der SWI-Website zu aktuellen Ausstellungen von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern. Die Beiträge bringen einem globalen Publikum das Schweizer Kulturschaffen näher – und dies in zehn Sprachen.

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