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SWI swissinfo.ch

Qualitätsmanagement / interne Qualitätskontrolle

Qualitätsprüfung: Methode, Erkenntnisse, Massnahmen

Die Qualitätskontrolle wird bei SWI swissinfo.ch über die ganze Wertschöpfungskette hinweg sichergestellt: durch die Autorinnen und Autoren, die Korrektoren (Vier-Augen-Prinzip), die Übersetzer, den Redaktionsleiter sowie die Chefredaktoren. Letztere können als Entscheidungsinstanz bei jeder Konzept- und Produktionsphase steuernd eingreifen und Korrekturen verlangen. 

Der mehrsprachig zusammengesetzte Publikumsrat spielt für die Qualitätskontrolle bei SWI eine wichtige Rolle. Auf das Jahr 2016 kamen drei neue Publikumsräte dazu – für die Sprachen Deutsch, Russisch und Japanisch. Damit deckt der Publikumsrat neu auch das Angebot in Russisch und Japanisch ab. Aus dem Rat ausgeschieden sind die Mitglieder, die Arabisch und Portugiesisch abgedeckt hatten. Durch die Rotation wird ein gutes Monitoring über das gesamte Sprachangebot von SWI sichergestellt.

Einerseits richteten die Publikumsräte 2016 ihr Augenmerk auf die Analyse einer Auswahl von Beiträgen, die speziell für die entsprechende Sprachregion erstellt wurden. Anderseits beurteilten sie die Berichterstattung zur Wahl des US-Präsidenten. Als Beurteilungskriterien kamen Faktoren wie die Ausgewogenheit, die Sachgerechtigkeit, die Vielfalt und die Relevanz zum Zug. Die Resultate der Analyse wurden der Chefredaktion präsentiert. Zudem besuchten die Publikumsräte an einem sogenannten Q-Day (Qualitätstag) die Redaktion ihrer Sprache, um Einblick zu bekommen und Rückmeldungen zu möglichen Qualitätsverbesserungen zu geben.

Der Publikumsrat stellte den Redaktionen insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Publizistisches Verbesserungspotenzial sieht er bei einer noch konsequenteren Ausrichtung auf das Alleinstellungsmerkmal von SWI: die multikulturelle Redaktion, die exklusive und unverwechselbare Inhalte produziert.

Die nicht im Publikumsrat vertretenen Sprachen werden regelmässig einem externen Audit unterzogen. 2015 wurde das russischsprachige Angebot beurteilt, als Nächstes folgt die arabischsprachige Webseite von SWI.

Aus- und Weiterbildung

Als qualitätssichernde Instrumente hat SWI im Berichtsjahr interne und externe Aus- und Fortbildungsangebote unterstützt und organisiert. Dazu gehörten spezifische multimediale Weiterbildungen für die Programmschaffenden, die in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch durchgeführt wurden. Die behandelten Themen umfassten beispielsweise Storytelling, den Einsatz von Methoden des Datenjournalismus, das  Erlernen von Fragetechniken oder das Erstellen von Videoformaten mit dem Smartphone. In der IT-Abteilung wurden mehrere Fortbildungen zum «CoreMedia Studio» (CMS) durchgeführt.

Ferner bot SWI Weiterbildungen in Bezug auf Leadership an – dies zum einen im Rahmen der SRG-internen Führungsausbildungen und zum anderen in externen Weiterbildungen in Richtung Change-Management. Die Führungskräfte von SWI wurden zudem an einem Workshop zum Thema «Smarte Ziele» daraufhin sensibilisiert, das Mitarbeitergespräch aktiv als Führungsinstrument zu nutzen.

Überdies bildeten sich die Leiter der kleineren sechs SWI-Redaktionen in Zeitmanagement und Arbeitsorganisation weiter. Damit erhielten sie Werkzeuge, um die immer vielfältigeren Tätigkeiten zu bewältigen – etwa in Bezug auf das Delegieren oder Priorisieren von Aufgaben. Die 103 SWI-Mitarbeitenden absolvierten 2016 durchschnittlich 1,7 Ausbildungstage.

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