SRG SSR

Regionalgesellschaft Corsi

Regionalgesellschaft Corsi

Aktivitäten der Trägerschaft

Der Regionalvorstand befasste sich 2016 mehrfach mit dem RSI-Projekt zur digitalen Publikumsnähe VPD (Vicinanza al Pubblico Digitale) und forderte in diesem Zusammenhang klare Garantien. Der Regionalvorstand prüfte die Programmkonzepte und beschäftigte sich mit der Vertragsänderung zwischen der SRG und dem Orchestra della Svizzera italiana (OSI). Zudem verabschiedete er einen Aktionsplan, mit dem er die Debatte über den Service public von morgen anregen und unterstützen wird. Der Vorstand analysierte die Situation von RSI allgemein und insbesondere die Herausforderungen, die sich für RSI mit der Umsetzung des SRG-Sparprogramms 16+ ergeben. In zwei Plenarsitzungen bestätigte der Regionalrat drei permanente Arbeitsgruppen: Eine prüft die RSI-Programmkonzepte 2017–2020, eine prüft die Qualität (2016 lag der Fokus auf der Qualitätssicherung bei der Programmbeobachtung) und eine befasst sich mit den Publikumsanlässen 2017. Der Regionalrat nahm die Berichte und Empfehlungen der drei Arbeitsgruppen zur Kenntnis und machte Vorgaben für die Tätigkeiten 2017. Ausserdem besuchte der Regionalrat zwei Seminare: eines zur Kommunikationsstrategie der SRG und eines zu den Studienergebnissen des «Observatoire de la vie politique régionale» (OVPR) der Universität Lausanne. Die Studie beschäftigte sich mit der Frage, wie bei der RTVG-Vorlage die Stimmen in der italienischen Schweiz zustande kamen.

Publikumsanlässe

Das Resultat der RTVG-Abstimmung 2015 wirkte sich im Berichtsjahr auf die Publikumsangebote der Corsi aus: Statt den Zyklus zur Mediennutzung von Jugendlichen und Studenten weiterzuführen, fanden diverse andere Veranstaltungen statt. Dies, um die vielfältigen Aspekte des audiovisuellen Service public zu beleuchten und zu erläutern. Die Corsi organisierte am 30. September 2016 in Lugano die Nationale SRG-Tagung – eine weitere gute Gelegenheit, um über die Bedeutung und Rolle des Service public in der Schweiz zu diskutieren. Auf dem Programm standen ausserdem: Anlässe rund um den Fundus an italienischsprachigem Bild- und Tonmaterial, Lobbying-Aktivitäten bei Meinungsbildnern der italienischsprachigen Schweiz, vier Club-Events «Venite con noi» mit Bezug zu OSI-Konzerten und RSI-Sendungen, die Teilnahme an zwei Fachmessen sowie monatliche Diskussionsabende mit dem RSI-Radiomagazin «Modem».

Werbung und Mitgliederbestand

Die Corsi optimiert ihre bestehenden Informationskanäle kontinuierlich. In diesem Rahmen hat sie 2016 auch ihren Internetauftritt erneuert: Die Inhalte der Publikation per.corsi, die dreimal pro Jahr erscheint, stehen nun auch auf der Website und auf Facebook zur Verfügung. Mit Blick auf die Service-public-Debatte und die Volksabstimmung über die No-Billag-Initiative hat die Corsi einen Aktions- und Kommunikationsplan erarbeitet – in Übereinstimmung mit den auf nationaler Ebene formulierten Absichten der SRG. Der Plan wurde vom Regionalrat genehmigt; die Umsetzung ist 2017 geplant.

Am 31. Dezember 2016 zählte die Corsi 2839 Mitglieder – 53 mehr als ein Jahr zuvor.

Mitgliederwahl und Statutenrevisionen

Am 1. Januar 2016 hat eine neue vierjährige Amtsperiode der Trägerschaftsorgane der Corsi begonnen, und im Regionalrat sind zwei Personen zurückgetreten. Die 203 Genossenschafterinnen und Genossenschafter, die an der Generalversammlung anwesend waren, wählten stellvertretend für insgesamt 314 Personen zwei neue Mitglieder für die Jahre 2016–2019
in den Regionalrat.

Ausblick

2017 führt die Corsi ihre Service-public-Aktivitäten weiter: mit diversen Publikumsveranstaltungen sowie mit einer Präsenz in den klassischen und sozialen Medien. Zusätzlich will die Corsi in der italienischsprachigen Schweiz mit Vereinen und Interessengruppen das Thema Service public gemeinsam diskutieren und vertiefen. Weiter plant die Corsi eine umfassende Dokumentation speziell für die Deutsch- und die Westschweiz. Sie soll bei Veranstaltungen gezielt zum Einsatz kommen und aufzeigen, welche Bedeutung RSI für die Italianità in unserem Land hat: für die Kultur der Schweiz im Allgemeinen und für den italienischen Sprachraum im Besonderen. Gleichzeitig will die Corsi mit dem Aktionsprogramm «Avancer ensemble» die italienischsprachigen Gemeinschaften in den anderen Sprachregionen besser erreichen. Dieses Publikum soll ebenfalls stärker eingebunden und über die Bedeutung von RSI für den Föderalismus in der Schweiz aufgeklärt werden.

Und auch auf anderer Ebene sind Treffen geplant: mit Parteien, dem Staatsrat, mit Gemeinden, dem Militär und weiteren Interessengruppen. Fortgeführt werden zudem die Sensibilisierungskampagnen bei italienischsprachigen Politikerinnen und Politikern sowie die Public-Affairs-Aktivitäten. Bei der Publikumsbindung stehen die jungen Generationen im Zentrum: 2017 will die Corsi ihre Präsenz in den sozialen und neuen Medien verdoppeln.

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