SRG SSR

SRF Schweizer Radio und Fernsehen

SRF Schweizer Radio und Fernsehen

Was hat SRF zum Auftrag «Integration» geleistet?

«Cervelat trifft Baklava» 

Wie feiern Mitbürgerinnen und Mitbürger aus anderen Herkunftsländern ihren Nationalfeiertag oder einen wichtigen Anlass ihrer Kultur – mitten in der Schweiz? Einen Eindruck davon vermittelte SRF 2015 in der Reality-Doku «Cervelat trifft Baklava» auf SRF 1. In der vierteiligen Serie organisierten Schweizerinnen und Schweizer Feste für andere Kulturen mit: von der kongolesischen Hochzeit über das tamilische Pubertätsfest bis zum nepalesischen Neujahrsfest. Das Publikum konnte auf unterhaltsame Art verschiedenste Traditionen und Lebensweisen miterleben, Vorurteile ab- und das gegenseitige Verständnis aufbauen.

«Grüezi Schweiz – die Einwanderer»

Die Schweiz als Heimat – das wünschen sich viele. Allein 2014 haben mehr als 150 000 Immigrantinnen und Immigranten in der Schweiz ein neues Leben begonnen. Mit welchen Hoffnungen kommen sie? Werden sie das erhoffte Glück in der Schweiz finden? Diesen Fragen ging SRF mit der «DOK»-Serie «Grüezi Schweiz – die Einwanderer» nach. Im Mittelpunkt standen vier Familien aus Deutschland, Schottland, Italien und Syrien mit verschiedenen beruflichen und sozialen Hintergründen.

«Welten des Islam»

Wenn 2015 von Muslimen die Rede war, ging es oft um Fundamentalismus und Gewalt. Eine Vielzahl anderer Facetten zeigte SRF Kultur während einer Woche unter dem Titel «Welten des Islam». Ob «So entstand der Koran» in der «Sternstunde Religion», «Der Imam von Bern» in «Reporter», die «Gesichter des Islam» in «SRF mySchool» oder «Homosexualität im Islam» in
«Kultur kompakt»: Rund 20 Sendungen auf SRF 1 und Radio SRF 2 Kultur sowie ein Special auf der SRF-Kulturplattform warteten mit Einsichten und Erkenntnissen auf, die zur Versachlichung der Islamdebatte beitrugen.

Studie über Migrationsthemen bei SRF

SRF spiegelte 2015 die schweizerische Wirklichkeit in ihrer Gesamtheit. Zahlreiche Sendegefässe setzten sich mit Migration und Integration auseinander. Wie ausgewählte Informationssendungen über Migration und Migranten berichteten, analysierte das Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich im Auftrag von SRF. Von April bis Juni 2015 wiesen im Radio 9,4 Prozent und im Fernsehen 8,5 Prozent der Inlandbeiträge einen Migrationsbezug auf – dies entspricht einer erhöhten Präsenz des Themas von je rund zwei Prozentpunkten im Vergleich zur Untersuchung im Jahr 2007. Praktisch jede zweite Ausgabe der Sendungen «Echo der Zeit» (59,1 Prozent) und «Schweiz aktuell» (50 Prozent) hatte einen Bezug zum Thema. Insgesamt hatten Migrantinnen und Migranten zunehmend die Möglichkeit, sich zu artikulieren: Knapp 40 Prozent der Akteure mit Migrationshintergrund kamen in den Beiträgen selber zu Wort, 2007 lag der Anteil bei rund einem Viertel. Ihrem Integrationsauftrag entsprechend zielen die Redaktionen von SRF vermehrt darauf ab, Migrantinnen und Migranten eine Stimme zu geben.

Was hat SRF zum Auftrag «Demokratie» geleistet?

«Tagesschau»

Mit zahlreichen Informationssendungen auf allen Kanälen förderte SRF 2015 die freie Meinungsbildung – für eine funktionierende Demokratie von grundlegender Bedeutung. So berichtete zum Beispiel die «Tagesschau» in 1484 Ausgaben Tag für Tag über Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Gesellschaft und Wissenschaft. Viermal täglich lieferte die Sendung einen verlässlichen Überblick über die wichtigsten Ereignisse, ausgewählt nach den Kriterien Relevanz, Aktualität und Publikumsinteresse. Die «Tagesschau» ist die meistgesehene Sendung von SRF: Die Hauptausgabe erreicht täglich fast die Hälfte aller Zuschauerinnen und Zuschauer.

«Echo der Zeit»

Was 2015 im In- und Ausland geschah, analysierte «Echo der Zeit» auf Radio SRF täglich mit Berichten, Reportagen und Interviews – oftmals in Zusammenarbeit mit den Korrespondentinnen und Korrespondenten von SRF. Auch im 70. Jahr seines Bestehens ordnete das «Echo» Fakten ein und ging der Aktualität auf den Grund, etwa mit der vierteiligen Serie «Jetzt reden wir! Jugendliche zwischen Islamophobie und Opferrolle». Die älteste politische Hintergrundsendung von Radio SRF hörten montags bis freitags jeweils über 402 000 Personen allein auf SRF 1, der Podcast war mit mehr als 264 000 Downloads pro Monat einer der erfolgreichsten von SRF.

«Entscheidung 15»

Die nationalen Wahlen waren 2015 das wichtigste innenpolitische Ereignis. SRF lieferte am Wahltag in Radio, Fernsehen und online während 14 Stunden einen umfassenden Service mit Resultaten, Analysen und Reaktionen. Vom Wahlstudio in Zürich aus erfolgten fürs Fernsehen Schaltungen in die kantonalen Wahlzentren und in die Wandelhalle zur Präsidentenrunde. Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News sendeten zwölf Stunden live aus dem Bundeshaus – unter anderem Gespräche mit Politikern, Experten und Korrespondenten sowie eine Wahl-Spezialsendung am Abend. SRF Online ergänzte das Audio- und Videoangebot mit Einordnungen, Grafiken, Liveticker und Social-Media-Feeds. Das Publikumsinteresse an der Wahlberichterstattung von SRF war hoch, allein die «Tagesschau» um 19.30 Uhr sahen mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer.

«Politbox»

Das interaktive Angebot «Politbox» zu den Wahlen 2015 lud Nutzerinnen und Nutzer ein, ihr Allgemeinwissen zur Schweizer Politik und Gesellschaft zu testen, Freunde herauszufordern und Teil einer politikinteressierten Community zu werden. Anhand von Antworten zu zusätzlichen Meinungsfragen war es möglich, den Puls dieser Community zu messen und deren Anliegen aufzudecken. Die fünfsprachige Quiz-App ging auch auf Tournee: Mitarbeitende der SRG reisten mit einem Bus quer durch die Schweiz und ermöglichten Besucherinnen und Besuchern, vor Ort mitzuspielen und sich auszutauschen. Das Projekt konnte vor allem 16- bis 34-Jährige ansprechen und sie motivieren, sich mit der Schweiz, ihren Institutionen und ihrer Rolle in der Welt auseinanderzusetzen.

Was hat SRF zum Auftrag «Bildung» geleistet?

Wissensvermittlung in aller Breite

In Radio, TV und Multimedia leistete SRF 2015 einen reichhaltigen Beitrag im Sinn des gesetzlichen Bildungsauftrags. Im Fernsehen informierte zum Beispiel das Wissensmagazin «Einstein» jede Woche aktuell und hintergründig über alle Wissensbereiche. Kluge Köpfe aus Kultur, Politik und Wirtschaft diskutierten in den «Sternstunden» über zentrale Fragen der Zeit. Auf Radio SRF 2 Kultur nahm das «Wissenschaftsmagazin» Forschungsergebnisse kritisch und unabhängig unter die Lupe, und das Hörlexikon «100 Sekunden Wissen» erklärte jeden Tag einen Begriff, von «Aphantasie» bis «Zinkfieber». Zeit- und ortsunabhängigen Zugang zu Radio- und TV-Beiträgen bot die Wissensplattform, die jeden Monat rund 200 000 Besucherinnen und Besucher verzeichnete.

«SRF mySchool»

In den rund 220 TV-Stunden des Bildungsangebots «SRF mySchool» ging es 2015 um Inhalte wie «Abstimmen und mitbestimmen » oder «Technikwelten». Die Videos machte SRF via Web  zugänglich und ergänzte sie durch interaktive Elemente vom Quiz bis zum iBook. Ende 2015 umfasste das Sendungsarchiv rund 1000 Videos. Lehrpersonen finden dort kostenlos passende Unterrichtsmaterialien in Form von Zusammenfassungen, Lektionsskizzen und Arbeitsvorschlägen.

«Mint – Inside Economy»

Mit dem sechsmonatigen Web-Projekt «Mint – Inside Economy » brachte das Wirtschaftsmagazin  «Eco» Jugendlichen das Thema Wirtschaft näher. Moderator Reto Lipp war in acht Schulen zu Gast, tauschte sich mit den Jugendlichen aus und erklärte Sachverhalte wie den Mindestkurs oder den Grexit in 60 Sekunden. Die jungen Leute produzierten Videos, stimmten über Geschäftsmodelle ab und trafen am Swiss Economic Forum auf die CEO von Top-Unternehmen. Alle Videos sind online abrufbar. Das Projekt wurde mit dem Medienpreis für Finanzjournalisten ausgezeichnet.

Programmstaffette zum Thema «Lernen»

Neun Sendungen umfasste eine Programmstaffette rund ums Lernen: «NETZ NATUR» ging den Ursprüngen des Lernens im Tierreich nach, «Einstein» prüfte Frühenglisch, auf Radio SRF 2 Kultur beleuchtete das «Wissenschaftsmagazin» die «Knacknuss Mathe am Gymnasium» und «Blickpunkt Religion» schaute Jugendlichen bei der Bibellektüre über die Schultern. Das Online-Special «Lernen – gewusst wie!» bündelte sämtliche Inhalte und erhöhte damit die Aufmerksamkeit fürs Thema.

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