SRG SSR

Einzelne Kostenblöcke

Einzelne Kostenblöcke

Technik und Informatik: 281,1 Mio. Franken

Die Kosten für Technik und Informatik sind insbesondere in der TV-Produktion strukturell  hoch. In der SRG machen sie rund 17 Prozent der Ausgaben aus. Der Kostenblock «Technik und Informatik» umfasst Ausgaben für Produktionsstudios, mobile Produktionsmittel für Radio und TV, Kameras, Schnittplätze, Grafiksysteme, Infrastruktur zur internen Speicherung und Verteilung der Inhalte, Dispositionssysteme usw. Dazu gehören auch die Kosten für Unterhalt sowie Betrieb der Sende-Playouts und für die produktionsrelevanten Informatiksysteme. Informatikkosten des Programms entstehen im Zusammenhang mit Supportdiensten, Servern, Datenmanagement, SAP, Office und diversen IT-Anwendungen. In diesem Block befinden sich auch die Aufwände der Kontribution, das heisst für die Übermittlung von Aussenübertragungen und internationalen Produktionen in die Studios sowie für die gegenseitige Vernetzung der Radio- und Fernsehstudios in den vier Sprachregionen. Die Kontribution betreibt dafür unter anderem schweizweit ein leistungsfähiges Netz, an das auch alle wichtigen Fussball- und Eishockeystadien mit sogenannten Einspeisepunkten zur Programmübermittlung angeschlossen sind. 

Distribution: 117,1 Mio. Franken

Die Distribution bringt die Programme der SRG zu den Zuhörerinnen und Zuschauern. Für die Programmverbreitung gelten die Vorgaben des Bundes, denn die SRG ist dazu verpflichtet, ihr Angebot überall in der Schweiz empfangbar zu machen. Das Gesetz legt auch fest, in welcher Technologie die SRG ihre Programme zu verbreiten hat. Die Fernsehprogramme der SRG sind über digitales terrestrisches Antennenfernsehen (DVB-T), über Kabel und Satellit, online oder via HbbTV empfangbar, die Radioprogramme über DAB+ und UKW, Kabel, Satellit und das Internet. Die Kosten für die Verbreitung der Programme machen rund 7 Prozent der Gesamtkosten aus. Darin enthalten sind auch die Kosten für Betrieb und Unterhalt der Sendernetze sowie der Distributionsanlagen für die Erstverbreitung der Programme.

Immobilien: 104,9 Mio. Franken

Rund 7 Prozent der Ausgaben der SRG entfallen auf Immobilien. Dieser Kostenblock beinhaltet im Wesentlichen die Ausgaben für Erneuerung von Gebäuden und den Unterhalt der Liegenschaften, das technische, infrastrukturelle und kaufmännische «Facility Management», alle Heiz- und Nebenkosten sowie Versicherungen. Die Abschreibungskosten sind in diesem Betrag ebenfalls enthalten. Das Radio- und Fernsehgesetz verlangt, dass die Programme der SRG überwiegend in den Sprachregionen produziert werden, für die sie bestimmt sind (Art. 27 RTVG) – deshalb betreibt die SRG in allen Landesteilen Haupt- und Nebenstandorte. Zurzeit erneuert die SRG ihre Gebäude in Lausanne, Comano, Basel und Zürich. Diese Investitionen sind für die trimediale Produktion im digitalen Zeitalter unverzichtbar.

Drittgeschäft: 20,3 Mio. Franken

Das Drittgeschäft beinhaltet Leistungen, die nicht Teil des konzessionierten Geschäfts sind. Dazu gehören unter anderem Radio- und TV-Produktionen im Auftrag von Dritten, die Herstellung von DVDs/CDs für Geschäftskunden, Studioführungen für das Publikum sowie Dienstleistungen für Tochtergesellschaften. Das Drittgeschäft generiert Einnahmen, verursacht aber auch Kosten. Die Ausgaben dafür machen rund 1 Prozent der Gesamtkosten aus.

Public Affairs: 0,3 Mio. Franken

Dieser Kostenblock beinhaltet Aufwendungen für Informationsanlässe mit politischen Stakeholdern, die Produktion von Grundlagenmaterial (Faktenblätter und Positionspapiere) und das Beobachten von SRG-relevanten Themen und Dossiers. Dazu zählt namentlich das Honorar für die Public-Affairs-Agentur Furrer Hugi & Partner, welche die SRG seit 2011 im Mandatsverhältnis unterstützt. Im Berichtsjahr mit der Abstimmung über das revidierte Radio- und Fernsehgesetz sind leicht mehr Kosten angefallen als 2014. Erklärungsarbeit war gefragter denn je. Für diese Leistungen wendete die SRG rund 300 000 Franken auf, das sind 0,02 Prozent der Ausgaben.

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