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SWI swissinfo.ch

Qualitätsmanagement / interne Qualitätskontrolle

Qualitätsüberprüfung: Methode, Erkenntnisse, Massnahmen

Die Qualitätskontrolle wird bei SWI swissinfo.ch über die ganze Wertschöpfungskette hinweg durch die Autorinnen und Autoren, die Korrektoren (Vier-Augen-Prinzip), die Übersetzer, den Redaktionsleiter sowie die Chefredaktoren sichergestellt. Letztere können als Entscheidungsinstanz bei jeder Konzept- und Produktionsphase steuernd eingreifen und Korrekturen verlangen.

Der Publikumsrat SWI hat 2015 als Beobachtungs- und Beratungsgremium zwei Berichte zu den Themen Superdossier «Direkte Demokratie» und «Parlamentswahlen 2015» verfasst. Grundlage waren von der Chefredaktion ausgewählte Artikel, die in mehreren Sprachen erschienen sind. Der Publikumsrat stellte den Redaktionen bezüglich Ausgewogenheit, Sachgerechtigkeit, Vielfalt und Relevanz ein sehr gutes Zeugnis aus. Publizistisches Verbesserungspotenzial sieht er beim «Superdossier Direkte Demokratie», das – gemäss redaktioneller Planung – weiter ausgebaut werden sollte. Die Ergebnisse der Analysen wurden von der Chefredaktion mit den zuständigen Teams besprochen.

Das russischsprachige Angebot wurde 2015 einem externen Audit unterzogen. Gutachter waren russischsprachige Journalisten von Radio Sweden International. Im Gegenzug visionierten SWI-Journalisten das Angebot ihrer schwedisch-russischen Kollegen. Laut Audit sind die SWI-Texte auf Russisch «überwiegend korrekt». Vereinzelt kommen «kleinere Fehler oder Fehlschreibungen » vor. Die Textqualität sei überwiegend hoch, die Texte gut aufgearbeitet, «allerdings manchmal von ermüdender Länge», bilanzierten die Auditoren aus Stockholm. Die Ergebnisse des Audits wurden von der Chefredaktion mit dem russischen Team besprochen.

Aus- und Weiterbildung

Als qualitätssichernde Instrumente wurden 2015 interne wie externe Aus- und Fortbildungsangebote unterstützt und organisiert. Dazu gehörten spezifische multimediale Weiterbildungen für die Programmschaffenden, die in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch durchgeführt wurden. Die behandelten Themen umfassten den Umgang mit sozialen Medien, den Einsatz von Fotos und Videos, Produkte im Bereich Datenjournalismus und Infografik sowie die Produktion und Verwendung von Web-Bildern. Weitere Themen waren das Filmen mit dem Smartphone, Storytelling sowie Leadership im Redaktionsalltag.

Die IT-Mitarbeitenden bildeten sich ebenfalls in Deutsch, Französisch und Englisch weiter: Scrum-Projektmanagement, Design Thinking, Adobe, Coremedia und Open Media. Die 104 Mitarbeitenden absolvierten im Berichtsjahr durchschnittlich eineinhalb Ausbildungstage.

Während einer Kaderklausur im November 2015 beschäftigten sich das Management und die Führungsverantwortlichen von SWI mit dem Thema «Umgang mit Stress». Journalistinnen und Journalisten sind anfällig für berufliche Überlastung, Stress und Burnout. Die Führungspersonen lernten von einer erfahrenen Arbeitspsychologin, wie Stresssymptome bei Mitarbeitenden rechtzeitig erkannt werden können und was man dagegen tun kann. Auch diese Veranstaltung darf als wertvoller Beitrag zur Qualitätssicherung des mehrsprachigen Angebots von SWI bezeichnet werden.  

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