SRG SSR

SRF Schweizer Radio und Fernsehen

Qualitätsmanagement / interne Qualitätskontrolle

Qualitätsüberprüfung: Methode, Erkenntnisse, Massnahmen

Um das hohe Niveau der publizistischen Inhalte nachhaltig zu sichern, pflegt SRF ein breit abgestütztes Qualitätsmanagement. Basis sind die im Redaktionsalltag fest verankerten Sendungskritiken, in die auch externe Programmbeurteilungen einfliessen. Im Rahmen der internen Überprüfung der Programmqualität führte SRF 2015 ausserdem vier Soundingboard- Analysen durch: Im Radiobereich wurde das Morgenprogramm von SRF 1 unter die Lupe genommen, im Online- Bereich die News- und Kulturplattform sowie die App von SRF Virus. Die Soundingboards bestanden jeweils aus einer kurzen Online-Befragung sowie einer anschliessenden Gruppendiskussion mit 15 Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen.

Das Bewertungsteam lobte beim Morgenprogramm von Radio SRF 1 die journalistische Qualität, Verständlichkeit, Glaubwürdigkeit und Aktualität. Empfohlen wurde, die Musik etwas stärker zu gewichten und auf die Rubrik «Heute in den Medien», die mit der Wiederholung der Schlagzeilen des Tages wenig Mehrwert bringt, zu verzichten. Die Kulturplattform von SRF wurde in der Analyse als vielfältig, hochwertig und aktuell wahrgenommen. Laut Analyse könnten die Einordnung der Themen und der logische Aufbau verbessert werden. Bei der News- und Sportplattform fielen folgende Punkte positiv auf: hohe Glaubwürdigkeit, journalistische Qualität, gute Verständlichkeit und Relevanz der Themen. Beide Plattformen wurden punkto Inhalt und Technik als grösstenteils fehlerfrei beurteilt. Empfohlen wurde, die Inhalte noch attraktiver einzuordnen und zusammenzustellen. Die App von Radio SRF Virus erhielt aufgrund ihrer Funktionalität und zeitgemässen Gestaltung gute Noten. Bemängelt wurde, dass keine Suchmöglichkeit vorhanden ist.

Neben dem Einsatz konkreter Instrumente zur Qualitätsüberprüfung arbeitete SRF 2015 an einer Harmonisierung und besseren Abstimmung aller im Einsatz stehenden Qualitätsmanagement- Instrumente innerhalb des Unternehmens. Diese Arbeiten sollen 2016 abgeschlossen und umgesetzt werden.

Aus- und Weiterbildung

SRF förderte die fachliche und persönliche Entwicklung der 2135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (1645 Vollzeitstellen) mit praxisnahen Standardkursen sowie massgeschneiderten Workshops, Trainings und Coachings. Insgesamt ermöglichte die SRF-Ausbildung den Mitarbeitenden 366 Kursangebote an total 4533 Tagen. Pro Vollzeitstelle wurden 2015 rund 2,85 Kurstage besucht.

Die publizistische Fachausbildung setzte neben den üblichen Kursen zahlreiche massgeschneiderte Angebote für Redaktionen um, etwa zu Storytelling oder Reportagen. Auch bei Relaunches von Sendungen standen viele Module mit internen und externen Trainern zur Verfügung. Im Juli 2015 veranstaltete SRF den Impulstag «Neue Märkte» zur Zukunft der klassischen Medien. Interne und externe Fachleute referierten vor 100 Mitarbeitenden aus allen Unternehmensbereichen, Workshop- Ateliers boten die Gelegenheit, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen.

Die Führungsausbildung wurde 2015 noch stärker mit der Strategie von SRF verschränkt, insbesondere im Bereich Neue Medien. So entstand beispielsweise die Veranstaltungsreihe «Lunch Date mit …!», bei der interne Fachleute jeweils über Mittag über Themen wie Datenjournalismus und sichere Kommunikation informierten. Individuelle Unterstützung erhielten leitende Mitarbeitende durch Beratungen und Einzelcoachings. Talente für höhere Leitungsfunktionen wurden gezielt mit externer Management-Weiterbildung gefördert.

2015 begann der dritte trimediale Stage-Lehrgang von SRF, der zwölf journalistische Nachwuchstalente während 24 Monaten in Theorie und Praxis ausbildet, zwei davon neu mit dem Schwerpunkt Multimedia. Zudem traten im Sommer sechs Lernende ihre Ausbildung bei SRF an: vier als Kaufmann/-frau, zwei als Fachfrau Information & Dokumentation, eine neu als Mediamatikerin. Ausserdem ermöglichte SRF 21 Jugendlichen zweitägige Schnupperlehren im kaufmännischen Bereich. 

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