SRG SSR

RTS Radio Télévision Suisse

Qualitätsmanagement / interne Qualitätskontrolle

Qualitätsprüfung: Methode, Erkenntnisse, Massnahmen

Den Fokus auf die Qualität zu legen, heisst, die Kundenorientierung aufzuwerten, sprich das Angebot noch gezielter auf die Hörerinnen, Zuschauer, Userinnen von Internet und Nutzer von mobilen Endgeräten auszurichten. RTS lässt die Qualität doppelt kontrollieren: Die publizistische Leitung prüft das Angebot täglich, wobei sie sich auf operationelle Fragen wie die Vorwegnahme von Themen, das Debriefing und den nachgelagerten Qualitätssicherungsprozess konzentriert, der wiederum auf die Vorgaben der Konzession und die Werte von RTS abstellt. Konkret werden Standortbestimmungen gemacht, anhand derer eine Sendung oder ein Vorhaben losgelöst von der Alltagshektik langfristig beurteilt werden kann. Zudem berücksichtigt die publizistische Leitung die Beobachtungen, die der Publikumsrat in seinen Prüfberichten festhält.

2015 wurden die folgenden fünf Fernsehsendungen von RTS qualitativ überprüft: «Les coups de coeur», «Couleurs locales», «Passe-moi les jumelles» «Les feuilletons-documentaires» und «26 minutes». Die Qualitätssicherung konzentrierte sich quer durch alle Fernsehsendungen auf das Thema Kultur. Zudem stand die Radiosendung «Médialogues», deren Sendezeit 2015 angepasst wurde, auf dem Prüfstand. Als direkte Folge der Sparmassnahmen konnte die Marktforschungsabteilung «Etudes et audience» im Berichtsjahr nur drei qualitative Untersuchungen (aus der Sicht des Fernsehpublikums) mit einem  unabhängigen Institut erarbeiten.

Es bleibt nach wie vor unerlässlich, die Meinung des Publikums zum RTS-Angebot zu kennen. Derzeit sucht RTS nach Lösungen, um die Erwartungen und Beanstandungen des Publikums zumindest in den grossen Zügen noch besser zu kennen. Das betrifft zum Beispiel die tägliche Nachrichtensendung «Couleurs locales», deren Qualitätsbilanz Produzent, Chefredaktor, Leiter News-Departement, Programmleiterin, Leiter «Etudes et audience» und die Delegierte für Programmqualität gemeinsam verantworten. Die Arbeitsgruppe hob das Potenzial eines Ansatzes hervor, der noch stärker auf konstruktiven Journalismus setzt. Aufzeigen, was in den Kantonen gut funktioniert, ist eine vom TV-Publikum geschätzte Methode für die Behandlung eines Themas. Die Linie entscheidet über die zu treffenden  Massnahmen, die anschliessend überprüft werden. 

Aus- und Weiterbildung

Nach dem ausserordentlichen Jahr 2014 sind die Zahlen bei der  Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden in Verlagsberufen im Berichtsjahr wieder auf normalem Niveau. Der Rückgang bei den Praktikanten und die geringere Anzahl Grossprojekte erklären den Trend. 1380 Personen – Mitarbeitende, die mehrere  Schulungen besuchen, werden hier mehrmals gezählt – absolvierten  im Berichtsjahr 158 480 Ausbildungsstunden (128 560 Weiterbildungsstunden und 29 920 Stunden Erstausbildung). Das entspricht einem Rückgang an Ausbildungsstunden von 13,6 Prozent gegenüber 2014. Im Schnitt besuchten die Mitarbeitenden der Nachrichten- und Programmabteilungen 1,8 Schulungstage.

Ende 2015 absolvierten 17 Praktikantinnen und Praktikanten eine Vollzeitausbildung in Journalismus beziehungsweise Regie. 2014 waren es aussergewöhnlich viele, nämlich 23. Die sechs ehemaligen Praktikanten arbeiten inzwischen auf den Nachrichten- und Programmredaktionen. Das neue News- Redaktionstool Open Media wird seit Februar 2015 beim Radio und seit August 2015 beim Fernsehen eingesetzt. Die Abteilung Aus- und Weiterbildung hat die Redaktionen und das Projektteam  eng bei der Umsetzung begleitet: 488 Anmeldungen sind für alle Schulungsangebote eingegangen. Für das RadiotoolDigas, das seit 2014 eingesetzt wird, wurden im Berichtsjahr Zusatzschulungen mit 61 Anmeldungen durchgeführt.

Auch 2015 lag der Schwerpunkt auf Schulungen im Zusammenhang mit den Standesregeln und der Berufsethik: 53 Personen haben den Grundkurs besucht, 11 den Refresher. Die Abteilung Aus- und Weiterbildung hat die eduQua-Zertifizierung im Oktober 2015 erneuert. Das Zertifikat belegt die konstante Qualität ihrer Dienstleistungen.  

RSIRTRRTSSRFSWI